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Nicht nur Menschen und Tiere müssen sich im Winter mit aufgedrehten Heizungen, dicken Mänteln, warmen Schals oder zugluftgeschützten Erdbauten vor Kälte und Schnee schützen. Auch an vielen Pflanzen gehen niedrige Temperaturen und Frost nicht spurlos vorüber. Lesen Sie hier, wie Ihre Balkon- und Gartenpflanzen so überwintern, dass sie Ihnen auch im kommenden Frühjahr viel Freude bereiten können.
Winterharte Stauden und Sträucher sollten vor dem erstem Frost bereits eingepflanzt sein. Zum einen weil Ihnen selbst das die Arbeit ungemein erleichtert, zum anderen weil Sie ausreichend Vorlaufzeit brauchen bis Sie im Frühjahr zu Ihrem Vergnügen blühen können. Einige Pflanzen wie Knollenbegonien, Gladiolen oder Dahlien müssen nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Auch laubabwerfende Sträucher und Hecken können zu Winterbeginn gestutzt werden. Nicht aber die vertrockneten Blütenstände winterharter Stauden. Diese schützen nämlich vor Kälte und sollten daher erst im Frühjahr entfernt werden. Zwiebeln sollten Sie trocken, kühl und dunkel lagern, am besten in einer Kiste im Keller. Stellen Sie die Zwiebeln einige Zeit vor dem Einlagern auf den Kopf, damit sie Wasser verlieren und bedecken Sie diese anschließend mit etwas Erde. So verfaulen die Zwiebeln im Keller nicht. Ihre Beete bedecken Sie am besten mit Tannenwedeln oder Reisig, um sie wenigstens ein wenig vor dem Frost zu bewahren. Wichtig ist, vorher abgefallene Blütenblätter zu entfernen, die ansonsten Schädlinge anziehen und diesen sowohl Nahrung als auch Unterschlupf bieten.
Nicht winterfeste Pflanzen müssen im Haus untergebracht werden. Immergrüne Pflanzen bevorzugen dabei helle, laubabwerfende und teilweise absterbende Pflanzen dunklere Winterquartiere. Dort sollten sie kühl stehen und alle zwei Wochen gegossen werden. Untersuchen Sie die Pflanzen vorher aber sorgfältig auf Schädlinge und Krankheiten. Lüften Sie außerdem regelmäßig, um Schimmel vorzubeugen.
Trotz vieler Schattenseiten und Nachteile die der Winter in botanischer Hinsicht mit sich bringt; eine gute Nachricht gibt es für Hobbygärtner in der kalten Jahreszeit aber auch. Der Rasen muss nicht gemäht werden. Im Gegenteil sollte man sich bemühen, ihn so wenig wie möglich zu betreten, da der Frost dabei die Zellwände der Grashalme zerstört. Hässliche braune Flecken im Rasen wären im nächsten Frühjahr die Folge. Achten Sie außerdem darauf, das Laub sorgfältig vom Rasen zu entfernen und auf dem Komposthaufen zu lagern. Ein Laubhaufen in einer geschützten Ecke des Gartens könnte aber auch ein gemütliches Winternest für Igel oder Insekten darstellen.



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