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(tt/ddp) - Oberhofs Kurdirektorin Kerstin Heß schaut von ihrem Büro aus immer wieder aus dem Fenster. Doch die ersten Schneeflocken dieses Winters haben es bislang schwer, sich am Boden zu halten. Und solange kein Schnee liegt, kommen nur wenig Touristen in den Wintersportort. Bislang war es zu mild für einen richtigen Winter. «Wir warten sehnsüchtig auf viel Schnee», sagt Heß und klingt optimistisch. «Frost kommt auf jeden Fall.» Dann könnten die Schneekanonen draußen arbeiten. Der Winter wird nicht ausfallen in Oberhof, da ist sich Heß sicher. Schon jetzt wird in der neuen Skisporthalle rund um die Uhr Kunstschnee auf Vorrat produziert. In 24 Stunden kommen 30 Tonnen zusammen, erläutert Marketing-Chef Dirk Bremermann. Reichen wird das allerdings nicht, um die Tour de Ski sowie die Weltcups Nordische Kombination und Biathlon, die nach dem Jahreswechsel anstehen, abzusichern. Deshalb gibt es erneut Vorabsprachen, um Kunsteis aus Bremerhaven liefern zu lassen. Die Weltcups bescheren dem Ort mit seinen 3500 Betten und knapp halb so vielen Einwohnern regelmäßig volle Häuser. Durch die neue Skihalle wird ein weiteres Besucherplus erwartet. Rund 10 000 Athleten und Hobby-Langläufer drehten seit der Eröffnung vor drei Monaten hier ihre Runden. Zudem kamen laut Bremermann allein im Oktober 11 000 Besucher, die nur einen Blick in die Skihalle werfen wollten. Rund 36 000 Gäste kamen im Bilderbuchwinter von Januar bis März 2009 nach Oberhof. Das waren 5,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Ort setzt auch auf neue Events, um Touristen zu werben. Zur Eröffnung des Alpinhangs am Fallbach-Lift am 19. Dezember wird etwa eine «Blondinen-Ski-WM» ausgetragen. Zudem bekommen die Snowboarder eine neue Piste. Ein Wermutstropfen sei aber, dass die Therme, die ein Minus eingefahren hatte, seit 2008 geschlossen sei, sagt Heß. «Das Angebot fehlt uns sehr.» Die Saison in der Skiarena Silbersattel in Steinach sollte eigentlich schon am 12. Dezember losgehen. Wegen des Wetters sei der Start jedoch um eine Woche verschoben worden, sagt Geschäftsführer Gerhard Müller. Am Wochenende erwarte er jedoch den ersehnten Kälteeinbruch, dann werfe er die Schneekanonen und Schneilanzen an. «Aber ökonomisch wäre es schon sinnvoll, wenn vor Weihnachten Schnee fallen würde», sagt Müller, der mit 123 Schneetagen und 46 000 Gästen in der vergangenen Saison einen Rekordwinter erlebte. Auch in anderen Orten des Thüringer Waldes wird um den Winter gebangt. «Viele Anrufer fragen, wann es schneit», sagt Jessica Gorf von der Touristinformation in Ruhla, das mit 22 Kilometern Langlaufstrecke um Gäste wirbt. Auch in Neuhaus am Rennweg kann diese Frage freilich nicht beantwortet werden. Dort kann man sich trotz bislang mäßiger Bedingungen nicht über zu wenige Buchungen beklagen. Für Silvester seien alle Quartiere, die die Touristeninformation vermittelt, ausgebucht. Und auch für die Ferien im Februar gebe es viele Anfragen, hieß es.



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