
0
(tt) - Immer noch keine Klarheit über die Zukunft von Opel. Die Verhandlungen zwischen der designierten Opel-Mutter Magna, dem Alteigentümer General Motors und den europäischen Arbeitnehmervertretern waren am Donnerstag wegen grundlegender Probleme ergebnislos unterbrochen worden. Die Gespräche stockten, weil der österreichisch-kanadische Autozulieferer für die Opel-Werke in England, Belgien und Spanien keine schriftliche Zusage für einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen abgeben wolle. Auch die Forderungen der britischen Gewerkschaften behindern die Gespräche. Zugleich fordern Arbeitnehmer und Gewerkschaften
im Gegenzug für ihren Anteil von zehn Prozent an "NewOpel" Mitbestimmungsrechte am neuen Unternehmen. Magna hatte ihnen diese zehnprozentige Beteiligung am Unternehmen zugestanden, fordert dafür aber, dass die Mitarbeiter beispielsweise über die Streichung von Urlaubs- oder Weihnachtsgeld bis 2014 auf jährlich 265 Millionen Euro verzichten. Angesichts der momentan recht verfahrenen Situation ist für den Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel die Zukunft von Opel wieder völlig offen. Er befürchtet sogar eine Insolvenz des Unternehmens: "Wir brauchen jemand, der Geld mitbringt", sagte er den "Ruhr Nachrichten".



Jetzt einloggen
Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...