
(tt/ddp) - Rund 650 Beschäftigte haben sich am Montag in Thüringen an den Warnstreiks im öffentlichen Dienst beteiligt. Schwerpunkte seien Erfurt, Gotha und Gera gewesen, teilte eine Sprecherin der Gewerkschaft ver.di mit. In Erfurt hatten sich am Morgen 200 Streikende vor dem Rathaus zu einer Kundgebung versammelt. Unter ihnen waren Mitarbeiter der Stadtverwaltung, des Bundesamtes für Güterverkehr und des Theaters Erfurt. Auf dem Hauptmarkt in Gotha demonstrierten 100 Beschäftigte vorwiegend aus Kindertagesstätten, aber auch aus Stadtverwaltung, Landratsamt und der Unfallkasse Thüringen für ihre Tarifforderungen. Am Mittag schlossen sich 100 Beschäftigte der Stadtverwaltung Gera an. Bestreikt wurden ferner die Außenstellen der Bundesnetzagentur und des Bundesamts für Güterverkehr sowie Bundeswehrstandorte. Weitere Warnstreiks gab es in Mühlhausen, Suhl und Eisenach. Die Streiks seien ein «wichtiges Signal an die Arbeitgeber», sagte ver.di-Landesleiter Thomas Voß in Erfurt. Diese sollten nun in ernsthafte Verhandlungen eintreten und ein Angebot vorlegen. Die Warnstreiks am Montag waren den Angaben zufolge in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vorerst die letzten, bevor am Mittwoch in Potsdam die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Bund und Kommunen in die dritte Runde gehen. Die bisherigen Verhandlungen waren ohne Annäherung vertagt worden. Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen im Gesamtvolumen von fünf Prozent.



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