(tt) – Der 45-Jährige, der wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Gera angeklagt war, hat am gestrigen Dienstag ein Teilgeständnis abgelegt. Der Mann aus dem Saale-Orla-Kreis gab zu, mit einer Bierflasche mehrfach auf einen 42-Jährigen eingeschlagen zu haben.
Der Vorfall hat sich im März 2009 ereignet. Die Staatsanwaltschaft Gera wirft dem Mann vor, dem anderen mit einer Bierflasche dreimal gezielt auf den Kopf geschlagen zu haben – und das mit Tötungsabsicht. Vor seinem Angriff soll der Mann noch viele Beleidigungen ausgesprochen haben, die er aber am gestrigen Prozesstag bestritt. Vielmehr sei er es gewesen, der beschimpft worden sei. Sein Kontrahent habe ihn als ,,Polensau, Ratte und Hartz-IV-Schmarotzer“ bezeichnet. Nach Zeugenaussagen soll der Angeklagte erst von seinem Opfer abgelassen haben, nachdem eine hinzukommende Person ihn losgerissen habe.
Der Angeklagte setzte dem Geschädigten bei dem Vorfall eine Gehirnerschütterung sowie Schädelhirnprellungen und Stichwunden zu. Der 45-Jährige erklärte gestern vor Gericht, er habe sich dafür schriftlich entschuldigt und auch schon ein Schmerzensgeld bezahlt. Außerdem hätte er niemals vorgehabt, seinen Gegner zu töten.
Das Urteil in diesem Fall ist noch nicht klar. Es soll aller Voraussicht nach am kommenden Freitag ausgesprochen werden.
Nachrichten - Vermischtes
Angeklagter sagt aus
Tötungsversuch mit Bierflasche?

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