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(tt) - Moderne Lichtleitfasern kennt man normalerweise aus der Telekommunikationstechnik. Forscher der Uni Jena nutzen diese Technologie jetzt um ein schonenderes und genaueres Verfahren für die Vorsorgeuntersuchungen von Speiseröhrenkrebs zu entwickeln.
Im laufenden Forschungsprojekt suchen die Wissenschaftler nach Möglichkeiten, besonders dünne optische Fasern mit einer hohen Auflösung herzustellen. Diese sollen in einem Drucksensorkatheter verwendet werden, der für die endoskopischen Untersuchungen der Speiseröhrenbewegungen Anwendung findet. Störungen der Speiseröhrenbewegungen sind in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, seitdem bekannt ist, dass sie ein Risikofaktor für Speiseröhrenkrebs sind.
Die dünneren Fasern sind flexibler und können mit einer größeren Anzahl Sensoren bestückt werden. So ist eine höher aufgelöste und schnellere Aufnahme der Schluckvorgänge möglich. Das unangenehme langsame Herausziehen während der Untersuchung, wie es heute noch üblich ist, entfällt.
Um das neue Verfahren schnell in eine kommerzielle Anwendung zu überführen, wurde bereits 2005 die Fibre Bragg Grating Sensors Technologies GmbH aus dem Institut für Photonische Technologien der Universität Jena ausgegründet.



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