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(tt) - Dem Schneesturm war niemand gewachsen. Während sich die Nordischen Kombinierer auf der Normalschanze bei den Ski-Weltmeisterschaften in Liberec/Tschechien warm hielten und die Helfer mit großem Einsatz versuchten, die Spur frei zu blasen, fegte ein immer heftiger werdender Wind ausgerechnet die erste Entscheidung im Massenstart aus dem Programm. Nachdem der heftige Schneefall schon am Vormittag den 10-Kilometer-Lauf beeinträchtigt hatte, ging am Donnerstagabend beim Springen nichts mehr. Nun soll der Wettbewerb am Freitag beendet werden.
„Die Entscheidung der Jury geht völlig in Ordnung. Die Verhältnisse waren schwierig und unfair, man konnte nie abchecken, wie es dem nächsten Springer ergeht“, sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Sprung-Trainer Andreas Bauer: „Am Tisch hatten wir zwischen einem Meter pro Sekunde Aufwind bis zu sechs Meter pro Sekunde Rückenwind. Eine Medaillenvergabe war bei diesen Bedingungen absolut unmöglich.“
Die Ausgangsposition der deutschen Kombinierer war vor dem Springen bestens. In dem 10-Kilometer-Lauf hatte Tino Edelmann aus Zella-Mehlis Platz zwei hinter dem Amerikaner Todd Lodwick belegt und nur 1,3 Punkte aufzuholen. Auch Eric Frenzel (Oberwiesenthal) als Achter, Ronny Ackermann (Dermbach) als 16. und Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) als 17. überzeugten im Lauf und haben knappe Rückstände.
Ob es am Freitag mit dem Springen klappt, bleibt fraglich. „Das Wetter soll ja nicht besser werden. Es soll weiter schneien und wir hoffen nur, dass der Wind dreht. Die Jungs waren nach der Probe nämlich ganz schön deprimiert. Nun aber haben sie eine neue Chance, auch wenn die Nervosität sicher über Nacht erhalten bleibt“, betonte Weinbuch.




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