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(tt) – Der Kampf um die politische Nummer eins im Freistaat kann für die Thüringer Linke beginnen. Sie fühle sich für die Landtagswahl am 30. August bestens gerüstet und aufgestellt, heißt es aus den Reihen der zweitstärksten politischen Kraft im Land.. Mit ihrem Kandidatenwahl-Marathon hat sie am Sonntag ihren dreitägigen Landesparteitag in Arnstadt abgeschlossen.
Während Spitzenkandidat Bodo Ramelow bereits am Freitag mit großer Mehrheit gewählt worden war, wurden am Sonntagvormittag in Einzelabstimmungen die 40 ersten Listenplätze vergeben. Für die folgenden erfolgte dann die Abstimmung im Block.
Der parteilose Abgeordnete Roland Hahnemann, der dem Landtag seit 1990 angehört, konnte sich dabei nicht durchsetzen. Er und Michael Gestenberger waren vom Vorstand nicht für die aussichtsreicheren Plätze vorgeschlagen worden, weil die Partei angeblich „keine Berufspolitiker" will. Gerstenberger gewann später jedoch Platz 24.
Auf Platz zwei der Liste steht die mit 88 Prozent der Stimmen gewählte Birgit Klaubert und auf Platz drei die mit 88,2 Prozent gewählte Ina Leukefeld. Sie war wie Frank Kuschel, der mit 89,8 Prozent auf Platz 20 gewählt wurde, wegen ihrer Tätigkeit für die Staatssicherheit der DDR in die Kritik geraten.
Am Freitag hatten der Parteitag das Regierungsprogramm der Linken verabschiedet, dessen bestimmendes Thema die soziale Gerechtigkeit ist. In 19 Jahren CDU-Regierung sei die Kluft zwischen Arm und reich immer tiefer geworden, heißt es darin.
Mit seiner Rede zur Eröffnung hatte Linke-Landeschef Knut Korschewsky die eigene Partei auf den Wahlkampf eingestimmt. Er griff dabei die regierende CDU, deren Spitzenkandidaten Dieter Althaus und eine angeblich nicht zur Kooperation bereite Landes-SPD scharf an, während Ramelow seinen Willen zur Übernahme der Landesregierung bekräftigte.
Die Linke will nach vier Legislaturperioden die CDU-Regierung in Thüringen ablösen. Bei der Wahl im Jahr 2004 war sie mit 26,1 Prozent zweitstärkste Kraft vor der SPD geworden. Dieses Jahr will die Partei bei der Landtagswahl mindestens 30 Prozent der Stimmen holen. Nach eigenen Angaben hat Die Linke in Thüringen derzeit etwa 7.000 Mitglieder.



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